Stiftungsgründung und -zweck
Stiftungszweck
Die Stiftung bezweckt:
- die Erhaltung des Grundstückes Stockackerweg 61 in Bellmund, durch dessen Ausgestaltung zu einem den interessierten Kreisen offen stehenden Kulturzentrum,
- die Durchführung von Veranstaltungen im Bereich der klassischen Musik und ergänzend in anderen künstlerischen Bereichen,
- die Förderung von Kulturschaffenden mit Wohnsitz in der Schweiz, insbesondere von Musizierenden, unter anderem durch zur Verfügungsstellung von unentgeltlichen Aufführungs- und Präsentationsräumlichkeiten im Kulturzentrum.
Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinerlei Erwerbszweck.
Stiftungsgründung
Henri und Margrith Thiébaud-Frey gründeten im Jahre 1995 hoch betagt die gemeinnützige Stiftung ihres Namens. Sie wollten vor allem Anderen ihren Wohnsitz in Bellmund mit der prächtigen Aussicht auf den Bieler See, die Petersinsel und die fernen Juraketten der Nachwelt erhalten. Es gab damals Anlass zur Sorge, die Grundstücke würden nach ihrem Ableben überbaut. Um dies zu verhindern, schenkten sie der Stiftung bei ihrer Gründung die Villa La Prairie und einen grossen Umschwung, mit der Auflage, das Gebäude für alle Zukunft zu erhalten.
Zur materiellen Absicherung bedachten die Gründer die Stiftung in ihren Testamenten, und sie erlangten durch eine Zweckbestimmung zugunsten der Allgemeinheit den Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Mit der Verpflichtung zu gemeinnützigem Handeln öffneten sich Margrith und Henri Thiébaud-Frey neue Welten. Auf Rat von Fachleuten legten sie in der Stiftungsurkunde fest, dass die Villa La Prairie nach ihrem Tod zu einem Kulturzentrum ungestaltet, und dass begabte junge Musikerinnen und Musiker unterstützt würden. Die Stiftungsgründer wünschten dabei ausdrücklich eine Ausrichtung auf klassische Musik, was der Stiftungsrat im Jahre 2002 in der Stiftungsurkunde noch klarer hervorhob.
Unerfüllt blieb die Erwartung, mit der Villa und der prächtigen Aussicht bliebe auch das ausgewählte Interieur erhalten, welches mit antikem französischem Mobiliar und wunderschönen Teppichen vom Status der Bewohner gekündet hatte. Den Stiftungssatzungen verpflichtet, liess der Stiftungsrat, nach gütlicher Teilung des Erbes mit den Enkeln des Stiftungsgründers endlich handlungsfähig geworden, im Jahre 2008 zwei benachbarte Salons zu einem noch immer stimmungsvollen Konzertraum umgestalten, in welchem nun ein grösserer, der klassischen Musik verbundener Bevölkerungskreis empfangen werden kann. Wir hoffen sehr, die Stiftungsgründer lauschen - wie Henri Thiébaud bei einer Abschiedsrede nach einem Konzert versprach - trotz dieser Unbotmässigkeiten zufrieden mit, wenn die Klänge der Instrumente an schönen Sommerabenden über ihr nahe gelegenes Urnengrab schweben.
